Das Nachrichtenportal für die Region Bruck/Leitha, Gänserndorf, Neusiedl/See

Ransomware Petrwrap infiziert weltweit Computer

Erpressersoftware verbreitet sich seit Dienstagnachmitag mit rasendem Tempo

0 947

Seit Dienstagnachmittag hat der „Petya“ Ableger innerhalb weniger Stunden bereits unzählige Computer lahmgelegt. Mittlerweile scheinen sich die Attacken der Schadstoffsoftware „Petrwrap“ global und rasend schnell auszuweiten.

Dabei bedient sich „Petrwrap“ der gleichen Methoden wie schon zuletzt der „Wannacry“ Virus im Mai diesen Jahres. Die Erpressersoftware verschlüsselt dabei sämtliche Daten des PCs und macht diesen somit unbrauchbar. „Petrwrap“ fordert anschließend 300 US-Dollar in Bitcoins zur Entschlüsselung des befallenen Computersystems.

Petrwrap

Die Ransomware nutzt hierbei eine Sicherheitslücke im SMBv1 Protokoll (Datenfreigabe im Netzwerk) in Microsoft Betriebssystemen. Diese wurde zwar bereits im März 2017 mit dem Sicherheitsupdate MS17-010 geschlossen. Jedoch scheint es, als sei diese Lücke auf vielen Computersystemen noch immer nicht geschlossen worden. Entweder, weil die automatische Updatefunktion des Betriebssystems deaktiviert wurde, oder eben überalterte Windows Versionen eingesetzt werden.

Gerade in größeren Unternehmen scheint da viel zu wenig Augenmerk auf IT-Sicherheit gelegt zu werden, denn der Ransom-Virus Petrwrap hat, wie schon zuvor „Wannacry“ im Mai 2017, erneut die Computer etlicher namhafter Firmen lahmgelegt.

Was ist Ransomware und welchen Schaden richtet sie an?

Ransomware ist eine Schadstoffsoftware, welche die Sicherheitslücken des auf Ihrem Computer installierten Betriebssystems ausnutzt, um einen Computervirus zu installieren. Ist das System einmal befallen, ist der Zugriff auf den Computer entweder eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr nutzbar, da sämtliche Daten von der Ransomware verschlüsselt wurden und somit nicht mehr abrufbar sind. Anschließend fordern die Hacker eine Geldzahlung, damit wieder auf die eigenen Daten zugegriffen werden kann.

Was kann ich unternehmen, um meinen PC vor Schadstoffsoftware wie dieser besser zu schützen?

Prüfen Sie in jeden Fall den Status Ihres Systems und stellen Sie sicher, dass die automatische Update-Funktion auf Ihrem Windows Computer aktiviert ist. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Windows 10 Benutzer: Klicken Sie auf Start und anschließend auf Einstellungen. Nun öffnet sich ein Fenster. Klicken Sie anschließend auf Update und Sicherheit. Hier wird der Updatestatus angezeigt.
  • Windows 8.1 Benutzer: Klicken Sie auf Start und anschließend auf PC-Einstellungen ändern. Danach klicken Die auf Update und Wiederherstellung.
  • Windows 7 Benutzer: Wechseln Sie zur Systemsteuerung und anschließend klicken Sie auf Windows Update.

Wenn Sie die danach die Statusmeldung erhalten, dass Ihr Computersystem auf dem neuesten Stand ist, brauchen Sie nichts unternehmen. Ist das nicht der Fall, installieren Sie das Security Bulletin MS17-010. Dieses Update sollte in der Lage sein, Sie vor dem Petrwrap-Ransomware-Virus zu schützen.

Weiterführender Link:  Microsoft-Sicherheitsbulletin MS17-010

Schon gelesen?

Ihre Antwort zu diesem Kommentar