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Unterschreiben gegen Atommüll-Endlager an Österreichs Grenze

Tschechische Regierung setzt weiter auf Atomenergie.

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Atommüll-Endlager – Es besteht Unsicherheit und teilweise auch Angst in der Bevölkerung – besonders im Waldviertel, dort wo an der Grenze zu Österreich – auf tschechischer Seite – ein Atommüll-Endlager errichtet werden soll. Trotz massiver internationaler Proteste hält die Prager Regierung an ihren Plänen fest.

Wissenswertes: Obwohl seit Jahrzehnten technische Verfahren zur Konditionierung und Endlagerung erprobt werden, ist die Entsorgung für hochradioaktive Abfälle ungelöst. Insbesondere mittel- und hochradioaktive Abfälle stellen große Herausforderungen an die Entsorgung (z.B.: Der radioaktiver Zerfall von Plutonium-239 beträgt 24.000 Jahre).

Quelle: Wikipedia

 Atommüll-Endlager im brüchigen Granitsockel?

AKW Temelin
Bild: AKW Temelin, Südböhmen

Das Prager „Amt für Entsorgung von Nuklear Abfall“ (SURAO) möchte nun offenbar entgültig von den Uralt-Schrottmeilern in Temelin und Dukovany den dort anfallenden hochradioaktiven Abfall an der Grenze zum Waldviertel (im brüchigen Granitsockel der bömischen Masse) in die Erde versenken.

„Wir sind strikt gegen diese Endlager direkt vor unserer Haustür“, meint Umweltlandesrat und NÖ Landesvize Stephan Pernkopf – der sich schon vor zwei Jahren entschieden gegen die grenznahen tschechischen Nuklear-Deponien aussprach (Altenburg-Net berichtete).

NAbg. Martina Diesner-Wais aus Pürbach (Bezirk Gmünd) sieht es zudem persönlich: „Ich bin selber Mutter von zwei Teenagern, wohne und lebe in Pürbach, gar nicht weit von in Südböhmen angedachten Endlagern entfernt, und verstehe die Sorgen der hier lebenden Menschen.“

Probebohrungen sollen demnächst stattfinden

In Kravi Hora (70 Kilometer), Cihadlo (21), Magdalena (61), Horka (45) und in Hradek (40 Kilometer von der Grenze zum Waldviertel entfernt) stehen demnächst Probebohrungen für einen geeigneten Standort an. Laut den zuständigen EU-Stellen hat die Prager Regierung bis 2020 Zeit, hier den entgültigen Ort für die Endlagerung ihres Atommülls zu benennen.

Unseren Politikern sind Hände gebunden

„Entscheidungen fallen in Prag“, bleibt Diesner-Wais Realistin. „Es muss aber jedem, der derartige Technologien haben will, klar sein, deren Abfälle entsorgen zu müssen“, wäre ihr ein Atom-Ausstieg am liebsten. „Wir müssen den ohnehin schon sensibilisierten Tschechen zudem alternativen Energieformen wie Sonnen- oder Windstrom, Biogas und Wasserkraft, die bei uns längst in Verwendung sind, schmackhaft machen.“

Zudem kann jeder Einzelne auf einer schon seit 15 Juni 2017 unter anderem auch bei Gemeindeämtern aufliegenden Petition (auch unter www.energiebewegung.at) gegen ein tschechisches Atommüll-Endlager unweit der NÖ Grenze unterschreiben.

„Damit wollen wir die Menschen auffordern, „NEIN DANKE“ zum Vergraben von Atommüll zu sagen und zeigen, dass Hilfe für Gegenmaßnahmen unbedingt notwendig ist“, hofft Diesner-Wais auf breite Unterstützung der Bürger.

Hier können sie die Petition direkt unterschreiben ⇒  Atommüll  NEIN DANKE!

Zur Webseite von: Energiebewegung
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