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Wenn die Angst vor der Angst das Leben bestimmt

Dieser Zustand kann zu Verlust- oder Erwartungsängste führen.

Fotos: © Gerald Sutter
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Angst vor der Angst – Wir leben heute in einer sehr schnelllebigen und stresserfüllten Zeit – und immer mehr Menschen kommen mit dieser Situation nicht mehr zu recht. Sei es in der Arbeit, wo Arbeitskräfte aus wirtschaftlichen Gründen eingespart werden. Oder anderswo gibt es wiederum Arbeitermangel, da zu wenige qualifizierte Arbeiter in bestimmten Branchen vorhanden sind. Das bedeutet aber in beiden Fällen, dass diverse Arbeiten mit immer weniger Arbeitskräften bewältigt werden müssen und die daraus folgenden Belastungen sind nicht voraussehbar.

Man wird schnell ausgegrenzt

Oder im Zeitalter des Internets – wo viele Informationen in kürzester Zeit konsumiert werden. Hier sich zurecht zu finden ist oft gar nicht so leicht, besonders in den sozialen Netzwerken. Dort um dazuzugehören, muss man sich halbwegs anpassen, sonst ist man schnell ausgegrenzt oder schlimmer noch, man wird von anderen angepöbelt und bloßgestellt. Dadurch kann ein großer gesellschaftlicher Druck entstehen.

Verlust- oder Erwartungsängste

Diese Zustände können oft zu Verlust- oder Erwartungsängste führen oder anders gesagt, man bekommt, wenn man dem öfters ausgesetzt ist: „Angst vor der Angst“. Oft werden solche Angstzustände noch verstärkt mit Gedanken wie: „bin ich gut genug?“, „kann ich die nötigen Anforderungen erfüllen?“, “ich muss besser werden, sonst verliere ich …“, usw.

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Die nötigen Rahmenbedingungen schaffen

Hier besteht desweiteren die Gefahr, wenn man infolgedessen seine Leistungsgrenze immer öfters überschreitet – man will ja sein Bestes geben – dass man die Kontrolle über sein Selbst verliert. Wenn dieser Zustand eintrifft, übernimmt die Angst immer öfters die Führung und beim Betroffenen stellen sich zwangsläufig immer mehr destruktive Denkweisen ein. Nach der Schwere der psychischen Belastung ist es demnach nicht mehr einfach, allein mit guten Zuspruch oder positiven Denken hier ausreichend entgegenzuwirken. Vielmehr sollte man danach trachten, wenn es möglich ist, für die nötigen Rahmenbedingungen zu sorgen. Das heißt, die Belastungen soweit zu minimieren, damit sich weitgehendst Ängste wieder auflösen können – und wenn man aus eigener Kraft es nicht mehr schafft, sollte man hier professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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